Bruchstücke Asbest

Asbest wurde früher zur Verbesserung von Materialeigenschaften in Bauprodukten eingesetzt. Neben der Verbesserung der Abriebfestigkeit oder des Fließverhaltens von Fliesenklebern wurde es ebenfalls zu Bewehrung, zu Schallschutzzwecken und insbesondere zum Brand- und Hitzeschutz eingesetzt. Aber gerade letzteres kann im Brandfall zu ungeahnten Folgen für die Umwelt führen.

Im Brandfall können Asbestzementplatten explosionsartig zerbersten, wenn diese über einen längeren Zeitraum der Hitze ausgesetzt werden. Dies führt dazu, dass das Material aufgrund kleinerer Explosionen zerplatzt und die Stückchen in die Umgebung versprengt werden. Die Größe der einzelnen Stücke können hierbei unterschiedlich groß sein. So können münzgroße Stücke ebenso wie nur einige Millimeter kleine Stückchen entstehen und sich in die Umgebung verteilen. Die größeren Teile werden sich hierbei eher in der unmittelbaren Umgebung verteilen.

Nach einem Brandfall in dem es zu einem entsprechenden Ereignis gekommen ist, sollte daher die Umgebung zeitnah auf die Asbestbruchstücke abgesucht werden. Wird das Material nicht eingesammelt, so kann es im Laufe der Jahre dazu kommen, dass im wahrsten Sinne des Wortes Gras über die Sache wächst. Die Lokalisierung und das Sammeln der Asbestteile zu einem späteren Zeitpunkt kann daher durch neue entstandene Humusschichten oder neues Buschwerk erschwert werden. Dies wiederum kann dazu führen, dass Erdschichten als ganzes als asbesthaltig abgetragen und entsorgt werden müssen.

Das Aufsammeln der Bruchstücke sollte daher frühzeitig durch Fachleute geschehen. Eine Verunreinigung von Böden oder Gewässern ist unbedingt zu verhindern. Außerdem sollte vermieden werden auf das Material zu treten. Dies könnte sonst dazu führen, dass sich die Bruchstücke weiter verkleinern und zerfasern. Idealerweise sollten die Bruchstücke bis zum restlosen Aufsammeln feucht gehalten werden. Auf diese Weise wird eine Abgabe von Faserstäuben in die Luft verhindert.